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diskontiert in die heutige Marktbewertung eingehen, steigt die Zinsabhängigkeit der Tech-Konzerne erheblich. Auch wegen der Refinanzierungsrisiken der aufgenommenen Schulden. Zudem könnten die historisch sehr hohen Gewinnmargen aus ihrer Plattformmacht durch das KI-Geschäft stärker verwässert werden. Die bisher als Wachs-tumsunternehmen bewerteten Netzwerk-Giganten werden damit in Teilen zu (hochverschuldeten) Infrastrukturunter-nehmen. Allerdings sind sie noch weit von der Ertragssta-bilität klassischer Versorger entfernt. So zeigen sich die unklaren Aussichten auch in den Kreditausfallprämien: Der J.P. Morgan-Basket aus den CDS-Spreads der fünf großen US-Techfirmen hat sich von 115 bp Ende Mai bis heute auf über 160 bp deutlich verteuert.
Zu dieser Verunsicherung hat sicherlich auch beigetraten, dass China in letzter Zeit größere Erfolge bei leistungs-fähigen KI-Modellen und KI-Chips erzielen konnte. Mit der Veröffentlichung des großen Sprachmodell Kimi K3 von Moonshot AI am 27.07.2026 zeigte sich erneut, dass China trotz Einschränkungen beim Einsatz hochmoderner ameri-kanischer GPU-Chips ohne Weiteres mit den großen US-Modellen mithalten kann. Durch spezielle Architekturen und verteiltes Lernen können vergleichbare, in Teilbereichen sogar bessere, Ergebnisse erzielt werden - bei deutlich geringerem Bedarf an Rechenleistung sowohl in der Trai-ningsphase als auch bei der Abfrage (Inferenz). Zudem ist das Modell als Open Source verfügbar, ist also transparen-ter und kann auch lokal auf eigener Infrastruktur betrieben werden. Das greift die großen US-Entwickler OpenAI und Anthropic natürlich direkt an, deren Modelle viel teurer und nur in Lizenz über die Cloud betrieben werden können.* Sehr deutlich ist damit auch wieder geworden, wie schnell KI-Modelle ohne ständiges Nachtrainieren veralten und wie dramatisch die Preise für Basismodelle durch Effizienzfort-schritte und intensivem Verdrängungswettbewerb sinken.
Mit den umfangreichen technischen Optimierungen zeigt damit China, dass sich auch mit weniger leistungsfähigen KI-Chips als die GPUs von Nvidia und mit weniger Gigan-tomanie bei der Rechenleistung sehr gute KI-Modelle ent-wickelt lassen. Wobei der Vorwurf im Raum steht, das chinesische Modell wäre auch unter direkter Nutzung des Antwortverhaltens der US-Top-Modelle trainiert worden (sog. Destillation), also so etwas wie ein Klon. Auch dies wäre aber ein starkes Indiz dafür, dass den hochkomplexen und rechenintensiven LLMs von OpenAI und Anthropic gar
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