Jetzt scheint es aber wieder zu einer Beschleunigung der Energiewende zu kommen. Bereits im Verlauf des Jahres 2025 hat der Absatz von Wärmepumpen um 45% zum Vorjahr angezogen. Da die Förderung durch die beschlos-senen Änderungen am Gebäudeenergiegesetz weitgehend erhalten bleiben, wird für 2026 erneut ein um 10% höherer Zuwachs erwartet. Im Neubau ist die Wärmpumpe bereits die Standardlösung. Mit einer hohen Anzahl an Genehmi-gungen in 2025 ist ein weiterer Ausbau der Windkraft abzu-sehen.
Bei den vollelektrischen eAutos (BEV) kam es bereits 2025 zu einer Erholung auf 545.000 Neuzulassungen, was einem Marktanteil von 19,1% entspricht. Im März 2026 wurde dann mit 70.663 Neuzulassungen das drittbeste BEV-Monatsergebnis aller Zeiten erreicht, was einem Marktanteil von bereits 24,0% entspricht, plus 10,2% Plug-in-Hybride. Das liegt wohl auch daran, dass die Bundesregierung er-neut eine eAuto-Förderung in Aussicht gestellt hat, die rückwirkend ab Jahresanfang gelten soll.
Ob dies auch schon auf die aktuelle Energiekrise zurückge-führt werden kann, ist nicht zu sagen. Aber alternative Energiequellen rücken auf jeden Fall stärker in den Fokus, um sich vor zukünftigen Preisschüben und Verknappungen zu schützen. Und das ist weltweit ein Thema. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien geht unaufhaltsam weiter. Auch in Ländern wie den USA, wo der Umbau durch die Trump-Regierung eher behindert wird. Im Jahr 2020 wurden erst 3% des globalen Strombedarfs mit Solarenergie gedeckt. Heute sind es bereits mehr als 10% und ein Anstieg auf über 20% im Jahr 2030 ist absehbar. Auch in den USA ist die installierte Solarenergieleistung im Jahr 2025 um 21,3% gestiegen – stärker als in Deutschland mit 16,5%.
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In 2025 wurden weltweit 650 Gigawatt über neue Solaran-lagen geschaffen. Davon kamen allein 315 Gigawatt aus China. Insgesamt sind in China 48% der gesamten Solar-energieleistung der Welt installiert (dazu kommen weitere 18,9% aus Asien ex China)! Danach kommen die USA mit 9,4% (aus gesamt Nord- und Südamerika 15,7%), Indien mit 5,8% und dann erst Deutschland mit 4,0% der Welt-leistung.
Europa steuert insgesamt (nur) 16,6% der weltweiten Solarkapazitäten bei. Daran wird deutlich, dass es bei weitem nicht allein die klimaorientierten Europäer sind, die auf Erneuerbare Energien (EE) setzen. Der Anteil der EE an der globalen Stromerzeugung ist im Jahr 2024 bereits auf 32% gestiegen (Quelle: Enerdata, die obenstehende Grafik einer anderen Quelle zeigt geringfügig abweichende Daten für 2025). Länder mit dem höchsten Anteil an EE sind Norwegen (98,6%), Dänemark (89,6%), Brasilien (87,8%) und Portugal (87,1), aber auch Chile (68,9%), Kanada (65,9%) und Spanien (57,9%) setzen stark auf EE. Dann kommt Deutschland mit einem EE-Anteil von 57,3%.
Die großen Länder China kommen auf 32,6% und die USA auf 23,4%, steuern aber absolut mehr als die Hälfte der weltweit installierten Leistung an EE-Anlagen bei. Mit den vor Deutschland platzierten Ländern Brasilien und Indien sind das mit 2.700 GW 61% der globalen Kapazitäten, Deutschland kommt auf 179 GW-Leistung, gerade mal 4,0% der Weltleistung an Erneuerbarer Energie. Für das Weltklima ist dies ja die entscheidende Perspektive, dass es global zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes kommt.
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