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Jahresarbeitszeit in Deutschland auf die Faktoren Urlaubs-tage, Krankheitstage und Überstunden in Deutschland zurückzuführen. Diese 80 Arbeitsstunden können das große Gap von ca. 300h im Vergleich zum europäischen Schnitt aber kaum ausreichend erklären.
Das gelingt auch nicht bezüglich der Wochenarbeitszeit: In Deutschland arbeiten Vollzeitbeschäftigte im Schnitt 40,2 Stunden in der Woche inkl. bezahlter Überstunden. Das ist im europäischen Vergleich im Mittelfeld: In Griechenland wird pro Woche mit 42,5h am meisten gearbeitet, allerdings zählt dort auch der Samstag als regulärer Arbeitstag. Über dem EU 27-Schnitt von 40,4 Stunden liegen bei der Wochenarbeitszeit Österreich (41,7h), Schweden (41,5h), Polen (41,2h) und knapp Italien mit 40,5 Stunden. Darunter z.B. Frankreich (40,0h), die Niederlande (39,2h) und Däne-mark mit 38,9 Wochenstunden (alles Statista-Zahlen für 2023). Bezieht man die statistische Wochenarbeitszeit aber auf alle Beschäftigten, so ergibt sich für Deutschland nur ein Schnitt von 34,8 Stunden – deutlich unter dem EU 27-Schnitt von 37 Wochenarbeitsstunden. Nur in Dänemark und den Niederlanden wird danach optisch weniger gear-beitet, in Italien aber mit 37,2 Stunden, in Polen mit 40,1h und in Griechenland mit 41h anscheinend deutlich mehr.
Damit sind wir bei der entscheidenden Erklärung für die rechnerisch geringe Jahresarbeitszeit der Deutschen: Da sie als Schnitt über alle Erwerbstätige ermittelt ist, verzerrt der überdurchschnittlich hohe Anteil der Teilzeitbeschäftig-ten in Deutschland die Statistik. Unter den erwerbstätigen Personen gingen hierzulande zuletzt 29,3% einer Teilzeit-beschäftigung nach. Im europäischen Vergleich kommen lediglich die Niederlande und die Schweiz auf signifikant höhere Teilzeitquoten. Im EU-Durchschnitt und in den USA liegt die Teilzeitquote dagegen bei unter 20%. Besonders wenig ausgeprägt ist Teilzeit z.B. in Portugal mit 6,7%, Polen mit 6,4%, Griechenland 4,7% und in Rumänien mit 2,4%.
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