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men, während es in Südasien und im Nahen Osten und Nordafrika gesunken ist.
Viele weitere interessante Aspekte sind dem umfangrei-chen World Happiness Report zu entnehmen, der jedes Jahr auch Zusatzthemen untersucht. So hat die Ungleich-heit der Glückswahrnehmung seit 2006-2010 in allen Re-gionen, mit Ausnahme von Europa, zugenommen. Hierbei scheint ein Aspekt entscheidend: Menschen sind tenden-ziell glücklicher in Ländern, in denen die Glücksempfindung homogener verteilt ist. Auffallend ist hierbei allerdings, dass Japan mit Platz 55 relativ schlecht bzgl. der Lebenszufrie-denheit abschneidet (bester Platz 43 im Jahr 2012). Hier spielen wohl die niedrigen Geburtenraten, langen Arbeits-zeiten, starren gesellschaftlichen Normen und auch Natur-katastrophen eine Rolle. Die Chinesen dagegen haben im Glücksranking 44 Plätze seit 2012 gutgemacht und landen heute immerhin auf Platz 68.
Aber zurück zum eigentlichen Thema: Was beeinflusst die Lebenszufriedenheit und hat das etwas mit Religiosität zu tun? Laut World Happiness Report haben sich die sechs oben genannten Faktoren als die mit dem durchweg größ-ten Erklärungsgehalt erwiesen. Sie vermögen zusammen mehr als ¾ der Unterschiede in den Lebensbewertungen zwischen den Ländern und über die Jahre hinweg zu erklä-ren (R2 der multiplen Regression von 0,76, alle Faktoren bis auf die Großzügigkeit signifikant auf dem 1% Niveau). Den größten Einfluss zeigen dabei die relative Wirt-schaftsleistung und die soziale Unterstützung. Das Re-siduum der Regression erhält man, indem man von dem in der Grafik hellblau dargestellten Restanteil dessen Mittel-wert abzieht.
Die Lebenszufriedenheit zeigt sich demnach, neben den objektiven Faktoren der Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung und der Lebenserwartung, stark auch mit subjektiveren Aspek-ten wie der politischen Freiheit, der Gerechtigkeit in der Ge-sellschaft und mit einem funktionierenden Gemeinwesen korreliert. Das erklärt auch noch einmal das gute Abschnei-den der skandinavischen Länder: Neben einem ausgepräg-teren Wohlfahrtsstaat und geringerer Einkommensunter-schiede ist dort auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit und die Bereitschaft größer, einander zu helfen. Auch das gemeinsame Essen hat Einfluss auf das Wohlbefinden, so viel wie das Einkommen. Das scheint auch eine der Fak-toren zu sein, die das gute Abschneiden der lateinameri-kanischen Länder mit zu erklären vermag.
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