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Potenzial an gut ausgebildeten Fachkräften und seiner vielfältigen Forschungslandschaft gute Chancen, beim Know-how und der Generierung zukünftiger Innovationen entscheidend mithalten zu können: Deutschland weist laut der OECD-Studie vom 09.09.2025 den höchsten Anteil an Absolventen in den MINT-Fächern unter allen Ländern auf und ist führend in Schlüsselbereichen wie Quantencom-puting, Neuromorphischen Ansätzen (Nachbildung der selbstorganisierenden und selbstlernenden Effizienz des Gehirns) und damit generell energiesparender Halbleiter-technologie.
Damit sind wir zurück beim Thema des Energiehungers von KI-Anwendungen. Die bereits oben zitierte Studie der IEA sieht neben den Herausforderungen des verdoppelten Strombedarfs auch Chancen, in dem die Künstliche Intelli-genz dem Energiesektor auch neue Möglichkeiten zur Kostensenkung, Wettbewerbsfähigkeit und Emissionsre-duktion eröffnet. Auch in der Industrie könnten durch diese Technologie Prozesse optimiert werden, was größere Energieeinsparungen ermögliche. Andere sehen Chancen z.B. auch in der Verringerung von Lebensmittelverschwen-dung oder in der Landwirtschaft um den Einsatz von Dün-ger zu minimieren. Durch das schnelle Wachstum bei den KI-Anwendungen achten die Unternehmen inzwischen verstärkt auf den Stromverbrauch ihrer Chips. Gerade hier, bei Stromsparsystemen und Energieeffizienz, verfügt aber Europa über eine hohe Kompetenz.
Beispiele sind Jupiter, der schnellste Supercomputer Europas am Forschungszentrum Jülich, der gleichzeitig eine der energieeffizientesten der Welt ist. Unter Einbin-dung von Nvidia-Superchips, einer innovativen Speicher-technologie und einer hocheffizienten Warmwasserkühlung werden der Energieverbrauch deutlich reduziert. Außerdem wird die Abwärme genutzt, um nahegelegene Gebäude zu heizen. Zum zweiten ist Infineon ein führender Akteur in der Entwicklung von Lösungen zur Steigerung der Energieeffi-zienz in Rechenzentren, insbesondere im Bereich der Stromversorgung für KI-Systeme. Entwickelt wurde eine umfassende Strategie, um die Energieumwandlung über verschiedene Stufen hinweg möglichst effizient und effektiv zu steuern.
Daneben ist Infineon ein Durchbruch bei der Fertigung von Halbleitern auf Galliumnitrid-Basis (GaN) statt Silizium gelungen. Damit werden Stromsparchips möglich, die u.a. für Ladegeräte wichtig sind, aber auch bei KI-Servern und in der Elektromobilität eine Rolle spielen. GaN-Chips lassen sich bei höheren Temperaturen betreiben und müssen weniger gekühlt werden, waren bislang aber teurer und komplexer in der Anwendung. Jetzt errichtet Infineon in Villach die weltweit fortschrittlichste Fertigung für diese Chips.
Zuletzt eine weitere hochinteressante Entwicklung aus Deutschland, die vielleicht die gesamte Halbleiterindustrie verändern könnte: Photonen-Chips. Statt mit elektrischen Signalen wird hier mit Licht als Übertragungsmedium ge-arbeitet, dessen unterschiedliche Wellenlängen mehrere Prozesse parallel erlauben. Sie sind damit erheblich leis-tungsfähiger als herkömmliche Prozessoren und brauchen weniger Energie, zumal sie keiner Kühlung bedürfen. Bis-lang galten Photonenchips als fehleranfälliger und unge-nau. Dieses Problem will das Stuttgarter StartUp-Unter-nehmen Q.ANT, das 2018 als Ausgründung aus dem Maschinenbaukonzern Trumpf hervorging, nun gelöst haben und setzt auf ein spezielles Materialsystem, Dünnschicht-Lithiumniobat. Im Leibniz-Rechenzentrum in Garching sollen Rechner mit diesen Chips nun erstmals in ein großes Computernetzwerk integriert werden. Q.ANT hofft, dass ihre Photonen-Chips in zwei Jahren auf den Markt kommen. Na dann hoffen wir mal auf eine Revolution aus Deutschland!
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