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Neben klimatischen Extremen wirken auch geopolitische Unsicherheiten, Handelsbarrieren und fragile Lieferketten verstärkend auf Importrisiken. Auf der anderen Seite bringt die Klimaerwärmung auch Chancen für Nutzpflanzen, die zunehmend auch bei uns gedeihen können. Die Anbau-grenzen von Oliven und Obst wie Pfirsiche oder Zitrus-früchte wandern vom Mittelmeer immer weiter nach Norden. Insgesamt beläuft sich das Defizit Deutschlands im Außenhandel mit Lebensmitteln und Agrarprodukten im Jahr 2024 allerdings auf stolze 21,5 Mrd. Euro, 6,5% mehr als im Vorjahr.
Dass wir dennoch als flächenmäßig begrenztes Land so viel an Lebensmitteln selber produzieren können, hat natürlich entscheidend mit der hohen Produktivität der Landwirtschaft zu tun. In Deutschland gibt es noch rund 255.000 landwirtschaftliche Betriebe. Das sind zwar fast 45% weniger als zur Jahrtausendwende. Die landwirt-schaftlich betriebene Fläche hat sich jedoch kaum ver-ringert, die jeweiligen Betriebe bewirtschaften dagegen mehr Hektar: 2023 im Schnitt 65. Im Jahr 2000 waren es noch ungefähr 37 Hektar. Damit ernährt ein/e Landwirt/in heute im Schnitt etwa 147 Konsumenten in Deutschland. 1950 waren dies nur 10 Menschen gewesen!
Die enorme Leistungssteigerung wurde natürlich durch moderne Technologien, verbesserte Produktionsmethoden, effizienteren Pflanzenschutz, Bewässerungssysteme und neue Anbausorten möglich. Damit sind mittlerweile aber auch erhebliche Probleme verbunden: Umweltbelastungen wie Wasser- und Bodenverschmutzung, Verlust der Arten-vielfalt und das Risiko der Entstehung von Monokulturen. So ist die Lebensmittelproduktion für ein Drittel der weltweit durch den Menschen bedingten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Insgesamt verlangsamt sich auch das Wachstum der Ernteerträge und wird teilweise aufgrund von Umweltveränderungen sogar negativ.
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