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Die USA hat im Jahr 2024 Waren im Wert 605,8 Mrd. USD aus der EU importiert, das macht 19% aller US-Importe aus. Exportiert wurden dagegen nur Waren für 370,2 Mrd. USD (18% aller Exporte). Es ergibt sich also das von Trump monierte Handelsbilanzdefizit mit den EU-Ländern von 235,1 Mrd. USD. Gegenüber China weist die USA im Warenhandel mit 292,1 Mrd. USD ein noch größeres Defizit aus. In Summe kommt die USA im letzten Jahr gegenüber allen Ländern auf ein Handelsbilanzdefizit von 918,4 Mrd. USD. Das Defizit ist damit zwar um einiges niedriger als die durchschnittlichen 1.214 Mrd. USD der Jahre 2021 bis 2023, liegt allerdings noch über dem Schnitt der voraus-gehenden acht Jahre bis 2020 mit 859 Mrd. USD.
Neben dem Warenaustausch muss aber auch die Dienst-leistungsbilanz mit dem Ausland betrachtet werden. Hier hatte die USA gegenüber der Welt im Jahr 2023 einen Überschuss 271,2 Mrd. USD. Dazu haben die EU-Länder mit 76,5 Mrd. USD immerhin 28,2% beigetragen. Und dieser Überschuss, v.a. aus der Nutzung von geistigem Eigentum und von IT-Dienstleistungen, hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Per Saldo verbleibt also ein geringeres Defizit der USA gegenüber der EU aus dem Waren- und Dienstleistungsverkehr von zusammen ca. 155 Mrd. USD (entspricht 0,5% des US-BIPs).
Was ist die Kehrseite dieses Defizits? Neben weiteren Geldströmen zwischen den Ländern (aus ausländischem Erwerbs- und Vermögenseinkommen sowie Veränderungen der Währungsreserve der Notenbanken) stehen auf der anderen Seite der Zahlungsbilanz eines Landes mit dem Ausland alle Gegenwerte aus Direktinvestitionen, Wertpa-pieranlagen aus dem Ausland und Geldforderungen in Form von dem Land gewährten Krediten. Für das Jahr 2023 kam so für die USA ein Leistungsbilanzdefizit von 905 Mrd. USD zustande. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Ausland gegenüber den USA Forderungen in dieser Höhe hat, die Vereinigten Staaten also globaler Netto-
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