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NEWSLETTER 10/2024:
Deutschland mit seiner Landschaftsvielfalt ist toll zum wandern

Zum Jahreswechsel mal eine Ausgabe mit vielen Bildern: Die geografische Vielfalt Deutschlands habe ich ja schon in der Ausgabe 6/2024 beschrieben. Damit können wir eines der landschaftlich vielfältigsten Länder auf einer relativ kleinen Fläche bestaunen. Man glaubt es zum Teil kaum was für tolle Natur Deutschland zu bieten hat. Mit dem gemäßigten Klima ist Deutschland damit auch ein sehr lohnenden Reiseziel und ein wunderbares Wanderland.

Die Karte links des Bundesamts für Naturschutz vermittelt einen Eindruck von der Landschaftsviel-
falt Deutschlands. Auch wenn die sehr detaillierte Legende hier nicht wiedergegeben wird, erkennt man doch grob die verschiedenen Landschaftszonen, angefangen von den Küstenregionen (Wattenmeer, Grünland an der Nordsee und Ausgleichsküstenland- schaft an der Ostsee) und in Norddeutschland dominierender ackergeprägten Kulturlandschaft
(gelb hinterlegt) mit größeren Anteilen von Gewässer-, Moor-, Heide- aber auch Obstbaulandschaften.

In der Mitte und im Westen Deutschlands dann die ausgedehnten Waldgebiete der Mittelgebirge. Dane-ben ist als größeres Weingebiet die Region der Pfalz und Rheinhessen zu erkennen. Im Süden schließlich
neben der 'gehölz- und waldreichen ackergeprägten Kulturlandschaft' wieder größere Gebiete mit Ge-wässerlandschaften im Alpenvorland, der klimabe-günstigten Bodenseeregion und natürlich die Felsen-landschaft der Alpen.

 

Quelle: www.geodienste.bfn.de/landschaften?lang=de

Ein wichtiger Aspekt der Landschaftsvielfalt von Deutschland ist der geologische Reichtum. Auf
relativ kleinem Raum gibt es Gesteine aus jedem Erdzeitalter und jeder großen Gesteinsgruppe. Neben der prägenden Kraft der Gletscher im Norden (z.B.
die auf einer Endmoräne basierende Lüneburger
Heide oder die Mecklenburgische Seenplatte) und im Alpenvorland mit seiner Seenvielfalt sind dazwischen die verschiedensten Gesteinsarten aus allen Erdzeit-altern vertreten.

Das Grundgebirge mit Granit, Gneis und Schiefer tritt im Rheinischen Schiefergebirge mit Eifel und Huns-rück, im Harz, Thüringer Wald/Erzgebirge, im Bayerischen Wald und im Schwarzwald zu Tage. Die (Kalk-)Alpen wurden danach im Trias aufgefaltet. Danach kommen die verschiedenen härteren Sand-steine (Buntsandstein, Muschelkalk) die in den Mittel-gebirgen wie Pfälzer Wald, Odenwald und Spessart liegen, gefolgt von den Juragebieten von Schwäbi-scher und Fränkischer Alb. Im Tertiär wurden die großen tektonischen Gräben
wie der Oberrheingraben geschaffen. Und zuletzt kamen noch die Vulkanischen Aktivitäten in Eifel, Vogelsberg und Rhön dazu.
Noch ein paar Aspekte zum Klima, dann kommt end-lich das Visuelle. Durch seine Lage in der Mitte Euro-pas zwischen dem maritimen Klima Westeuropas und dem Kontinentalklima Osteuropas liegt Deutschland in einer gemäßigten Klimazone.  Westwinde bringen genügend Feuchtigkeit vom Atlantik, so dass Nieder-schläge zu allen Jahreszeiten fallen.

Besonders ausgeprägt sind in Deutschland (noch) die Temperaturschwankungen der Jahreszeiten. Wäh-rend in Küstennähe durch die ausgleichende Wirkung des Meerwassers die Klimaunterschiede zwischen Sommer und Winter geringer sind, können im Süden die mittleren Temperaturen jahreszeitbedingt um 20 Grad auseinander liegen. Damit können wir noch den interessanten Wechsel der Jahreszeiten geniessen, auch wenn der Frühling und Herbst immer weniger ausgeprägt ausfällt. Der Klimawandel führt außerdem
neben der generellen Erwärmung zu weiteren nega-tiven Ereignissen wie Hitzewellen, dann wieder Un-wettern
und Starkregen. Mit einer Mitteltemperatur
von 10,6 Grad Celsius war das Jahr 2023 das wärm-
ste seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahr 1881.

Buchenwald im Frühling mit Bärlauchblüten
Spreewald im Sommer
Buchenwald im Herbst
Winter im Schwarzwald
Der Norden
Wattenmeer
Nordsee
Kreisefelsen auf Rügen/Ostsee
Lüneburger Heide
Mecklenburgische Seenplatte
Die Mitte
alte Buchenwälder im Kellerwald / Edersee
Harz
Thüringer Wald
Externsteine Teutoburger Wald (Quarzsandstein)
Deutschland liegt in der mitteleuropäischen Zone
der sommergrünen
Laubwälder. Auf den sandigen Böden des Norddeutschen Tieflands dominiert ein Kiefern-Eichen-Wald, der bei Zerstörung durch den Menschen zum Heidegebiet degradiert. Auf diese Weise ist z. B. die Lüneburger Heide entstanden. Daneben kommt die Kiefer verstärkt im Pfälzer Wald und in der Oberpfalz vor. Die Waldgebiete der Mittel-gebirge zeigen eine starke Artendifferenzierung. Allerdings hat der Mensch durch die Anpflanzung der schnell wachsenden und ertragsreichen Fichte -
häufig in Monokultur - stark in den natürlichen Baum-bewuchs eingegriffen. Aus Not heraus, um die vielen kahlen Waldgebiete die zuvor abgeholzt wurden
wieder schnell zu bestocken. 

Die Buche kommt schwerpunktmäßig in den Mittel-gebirgen von der Schwäbisch-Fränkischen Alb über Pfälzerwald, Eifel, Odenwald und Spessart vor. Die langsam wachsende Eiche findet man besonders im Pfälzer Wald, dem Spessart und den warmen Tief-
lagen Deutschlands. Zum Typ der Bergmischwälder zählt die Vegetation des von zahlreichen Mooren und Seen durchsetzten Alpenvorlandes und der Alpen. Die natürliche Waldgrenze liegt hier in etwa 1800 m Höhe.

Mit seinem gemässigtem Klima und seiner Land-schaftsvielfalt ist Deutschland ein ausgezeichnetes Wandergebiet. Wattwanderungen, Heidewanderun-
gen, durch Seegebiete, entlang von Flüssen, durch Weinberge oder vorbei an interessanten Felsgebilden in den Wäldern vieler Mittelgebirge, Schlössern und Burgen bis hin zu den imposanten Alpen. Es ist kein Wunder, daß Deutschland zu den Top-Wanderzielen
in Europa gehört. Insgesamt werden die markierten Wanderwege in Deutschland auf eine Gesamtlänge
von 200-300.000 Kilometern geschätzt. Dutzende Vereine mit einem Heer an Freiwilligen halten die
Wege in Schuss. Daneben sorgen sie oft auch für Verköstigung in zahlreichen bewirtschafteten Hütten und Alpen.


Wandern hat sich in Deutschland zum Massensport entwickelt. Laut Statista gingen im Jahr 2024 mit 1,9 Millionen Personen auch junge Menschen im Alter
von 14 bis 19 Jahren häufig oder ab und zu zum Wandern. Insgesamt waren es in der Bevölkerung ab 14 Jahre 38,7 Millionen Personen. Kein Wunder:
Wandern trägt zum körperlichen und psychischen Wohlbefinden bei, und ist im Grunde eine Freizeitbe-tätgung für alle, ohne große Anforderungen an Vor-bereitung oder Ausrüstung.
Der Westen
Pfälzer Wald
Eifel
Schwarzwald
Schwarzwald Lotenbachklamm 
Der Osten
Erzgebirge
Sächsische Schweiz: Die Bastei
Alte Eiche im Nationalpark Hainich
Scheibenberg Erzgebirge: Basaltsäulen
Der Süden
Schwäbische Alb
Donaudurchbruch
Bayerischer Wald
Bodensee
Tegernsee
Allgäu
Ramsau am Watzmann
Königssee Berchtesgaden
Kulturlandschaften
Weinregion Mosel
Welterbe Oberes Mittelrheintal
Weinregion Baden: Kaiserstuhl
Weinregion Pfalz: Weinstrasse
Münden Niedersachsen / Raps
Streuobstwiese mit Schafen
Schwaben Riesrand
Obstanbau am Bodensee
Almwirtschaft im Allgäu
Hinweise: 

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